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Die anregende Geschichte des Vibrators

Vor 28000 Jahren
Der erste Dildo ist 28000 Jahre alt und wurde bei Ausgrabungen in Deutschland gefunden. Der Steinzeit-Penis aus der Höhle „Hohler Fels“ nahe Schelklingen in der Schwäbischen Alb sorgte für großes Aufsehen. Radiokohlenstoff-Messungen haben ergeben, dass der Penis aus Silitstein zur Befriedigung genutzt wurde. Er ist 19,8 cm lang und zwischen 2,8 und 3,6 cm dick und wurde mit großer Sorgfalt poliert und graviert.

Vor etwa 3000 Jahren
Im alten Griechenland verwendeten die Menschen der Antike Hilfsmittel, um sich Lust zu verschaffen. So gab es bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. die sogenannten "Olisboi" (Singular: Olisbos = Prothese, Dildo)

Den Beschreibungen nach dienten diese phallischen Gegenstände weniger der Selbstbefriedigung als vielmehr der voyeuristischen beziehungsweise rituellen Stimulation von Frauen durch Männer. Diese Dildos bestanden meist aus Ton, waren hohl und wurden mit warmem Wasser gefüllt. Schon damals gab es eine große Formenvielfalt des Olisboi.

Neben der sexuellen Lust wurden Olisboi auch zur Linderung von Unterleibsschmerzen verwendet.



Vor etwa 2000 Jahren
Kleopatra, die legendäre ägyptische Königin und der letzte weibliche Pharao, soll neben Marmordildos eine mit Bienen gefüllte Papyrustüte zur Stimulation ihrer Klitoris benutzt haben. Wenn man so will, der erste Vibrator der Welt.

Durch das Kribbeln und Krabbeln, nicht nur von Bienen sondern auch von Fliegen und Ameisen, ließen sich die Frauen im alten Ägypten nicht selten stimulieren. Lust und Sex waren den Menschen über Jahrtausende hinweg Entspannung, Lebensfreude und Ausdruck einer optimistischen Lebenseinstellung.

Vor etwa 500 Jahren

Zu Beginn der Renaissance besann  man sich auf antike Vorbilder. Zum Beispiel in der Medizin orientierte man sich an antiken Erfindungen. So wurden Dildos nun als Heilmittel verwendet. Behandelt wurden psychische "Erkrankungen" bei Frauen wie (Achtung!) erotische Fantasien, Nymphomanie, aber auch Melancholie, Nervosität und Zustände der Verwirrung. Auch Atemnot, Blässe und Schlaflosigkeit wurden mit dem Herbeiführen von Orgasmen behandelt.

Ein viel thematisiertes medizinisches Mysterium im 19. Jahrhundert war die sogenannte "Weibliche Hysterie". Seltsames hysterisches Verhalten führte man auf eine Erkrankung zurück, die von der Gebärmutter ausgeht und die Frauen zum "Verrücktwerden" zwang.

Vor 145 Jahren
Der amerikanische Arzt George Taylor patentierte 1869 ein Gegenmittel gegen die angebliche Hysterie der Frauen:  den ersten Vibrator. Der "Manipulator" war ein Tisch, auf den sich die Patientin mit dem Gesicht nach unten legen musste, während ihr Geschlecht durch einen pedal- oder dampfbetriebenen Stab massiert wurde. Bereits nach zehn Minuten sollte der Orgasmus einsetzen und die Frauen beruhigen.

Aufgrund der Größe und der nicht einfachen Anwendung konnte der Manipulator nur in ärztlichen Praxen angewendet werden. Das sollte sich aber 1883 ändern!



Vor 131 Jahren
1883 erfand Joseph Mortimor Granville den "Percuteur", einen elektromechanischen, batteriebetriebenen Vibrator. Die ersten Werbeanzeigen für batteriebetriebene Vibratoren priesen diese als medizinische Apparaturen zur Linderung von Kopf- und Nervenschmerzen an. (Abbildung unten: Aufsätze für den „Percuteur“)



Vor 114 Jahren
Auf der Weltausstellung 1900 in Paris wurden dann bereits Dutzende Modelle gezeigt. Auf ganz unterschiedliche Weise wurden diese angetrieben – mit Strom (aus der Steckdose oder über ein mit der Glühlampenfassung zu verbindendes Kabel), Batterien, Gas, Wasser, Muskelkraft und angeblich sogar durch Windkraft (daher vielleicht auch der Ausdruck „Blasen“).

Bis in die 20er Jahre wurden Vibratoren getarnt als medizinisches oder hauswirtschaftliches Gerät in Zeitschriften für Hausfrauen beworben.  Die Vibratoren sollten Verspannungen lösen, der Hysterie vorbeugen und die Schönheit der Ehefrau erhalten. Verschleiert wurden Vibratoren – bis weit in das 20. Jahrhundert –  als Geräte zur Hautpflege, Hygiene oder zur Regulierung der Menstruation angeboten.

In den 20er Jahren verlor der Vibrator seine medizinische Bedeutung. Nachdem ein solches Spielzeug erstmals in einem Pornofilm aufgetaucht war, wurde amerikanischen Medizinern die Verwendung dieser „Heilmittel“ verboten.



Vor etwa 90 Jahren
Der Markt war stärker als Moral und Restriktionen. Die Amerikaner präsentieren Kombigeräte, die sowohl als Mixer, Fön oder eben als Vibrator benutzt werden konnten – unauffällig und diskret. Dieser Trend war recht langlebig, denn noch 1950 brachten „Sears, Roebuck & Co.“ einen Massagestab auf den Markt, der einerseits zur vaginalen Befriedigung, durch verschiedene austauschbare Aufsätze aber auch als Küchen-Rührgerät oder Ventilator genutzt werden konnte.

Vor etwa 60 Jahren
Als der Sexualforscher Dr. Alfred Charles Kinsey 1948 (Männer) und 1953 (Frauen) in seinen aufsehenerregenden „Kinsey-Reports“ klarstellte, dass 94% aller Männer und mindestens 40% der Frauen masturbieren, gewannen Sextoys und insbesondere Vibratoren wieder an Akzeptanz und Verbreitung.

Vor etwa 45 Jahren
Seit der Erfindung des Silikons in den 70er-Jahren und der sexuellen Revolution im Zuge der 68er-Bewegung nahm die Vielfalt von unterschiedlichen Modellen von Vibratoren noch zu. Glücklicherweise brauchte die Funktion des Vibrators nach den 60ern nicht mehr verschleiert zu werden.

Vor 20 Jahren
Nach zweijähriger Entwicklungszeit – des Geschäfts- und Marketingkonzeptes – beginnt die Erfolgsgeschichte von JOYDIVISION (damals noch Produktions- und Vertriebsgesellschaft GmbH): Im Wohnzimmer das Büro, im Schlafzimmer das Lager und im Keller die Produktion.

Heute umfasst die umfangreiche JOYDIVISION-Produktpalette mehr als 250 sinnlich-erotische Premiumprodukte, welche in über 60 Ländern der Erde erfolgreich verkauft werden. Bei sämtlichen Produkten legt JOYDIVISION größten Wert auf höchste Qualität und die Herstellung in Deutschland.

Vor 9 Jahren
Innerhalb von wenigen Monaten erschließt Oliver Redschlag (Unternehmensgründer und Alleingesellschafter) den Markt für Vibratoren. JOYDIVISION stellt auf der Venus-Messe seine eigene hochwertige Silikon-Vibratorlinie unter der bezeichnenden Marke „Joystick“ vor. Die weltweit ersten Premium-Toys mit 5 Jahren Material-Garantie.


 
2014
Umfragen zufolge besitzt angeblich jede dritte Frau einen Vibrator und der Trend zum Zweitvibrator ist ungebrochen.